Technologie Made in Germany

    Montage und Ringzuschnitt

    1. Entfernen Sie alle alten Packungsringe aus der Stopfbuchse.
    2. Packungsraum komplett reinigen und Ablagerungen entfernen. Kontrolle der Oberflächen auf Beschädigung.
    3. Sofern ein Spülanschluss betrieben wird, Funktion und Zustand des Wassers überprüfen.
    4. Inspizieren Sie die Anwendung und sollten Sie Bedenken haben besprechen Sie diese mit einer übergeordneten Stelle, damit man dem Einwand nachgehen kann.
    5. Schneiden Sie die Packung mit einem scharfen Messer möglichst mit einem Schnitt (vermeiden Sie ein Sägen der Packung, um Ausfransungen zu vermeiden). Benutzen Sie eine Schneidlehre um einen korrekten Winkel sicherzustellen.

    Kalkulation der Zuschnittlänge

    Für beste Resultate verwenden Sie einen PROPACK Packungsschneider (siehe Werkzeuge) und unser neues Kalkulation-Tool. Von uns entwickelt, um Ihnen die Arbeitsschritte zu erleichtern. >> Kalkulator.

    Zuschnittarten

    Pumpen und Rührwerke (rotierende Wellen):

    Ein Stumpfschnitt ist empfohlen. Sollte ein Schrägschnitt gewünscht werden, empfehlen wir die Ringe in einer Form, entsprechend den Abmessungen der Stopfbuchse in der die Ringe installiert werden müssen, vorzupressen.

    Stumpfschnitt: Schneiden Sie mit ca. 75° Winkel. Fügen Sie die berechnete Extralänge zur Mittellinie nach dem nebenstehenden Kalkulationsverfahren hinzu. 

    Ventile (statische Abdichtung) und Kolbenpumpen:

    Ein Schrägschnitt mit 45° wird empfohlen mit Ausnahme von Packungen die am Schnitt zum Ausfransen neigen, dazu wird ebenfalls Stumpfschnitt mit 75° empfohlen.

    Schrägschnitt: Schneiden Sie in einem 45 Grad Winkel und mit einem 2% Zuschlag zur Mittellinie. Am besten gelingt dies auf einem geeigneten Packungsschneider (siehe Werkzeuge).

    Empfohlener Packungszuschnitt Winkel

    Geradschnitt mit einem Winkel von ca. 75° bringt die Schnittenden in Ringform in parallelen Kontakt

    1. Verpressen Sie jeden Ring einzeln in der Stopfbuchse mit der Brille und einem geeigneten Werkzeug. Zumindest sollten die 2 untersten Ringe oder die Ringe vor einem Laternenring in dieser Vorgehensweise verpresst werden. Versuchen Sie nicht alle Ringe gleichzeitig mit der Brille zu verdichten. Sollte der Querschnitt einer Packung größer als der Spalt zwischen Welle und Stopfbuchswand sein, schlagen Sie nicht mit einem Hammer auf die Packung um sie abzuflachen weil dadurch die Fasern verletzt werden. Nehmen sie ein rundes Werkstück und Rollen sie dies gleichmäßig auf der Packung bis sie passt. Besser noch verwenden Sie die Kalibriereinrichtung im Packungsschneider W5PS-BU (siehe Werkzeuge).
    2. Positionierung der Ringe: Legen Sie die Packung einzeln und mit den Schnittenden zuerst in der Stopfbuchse ein. Ordnen Sie die Schnittstellen je nach Ringanzahl symmetrisch verteilt über den Umfang an, damit kein kontinuierlicher Leckageweg entsteht. Ziehen Sie die Brillenmuttern gleichmäßig an.
    3. Installation von Ventil Packung: Vorverdichten Sie die Packung bei Produktdrücken bis 50 bar (725psi) mit dem 2 fachen (bei gasförmigen Produkten mit dem 5 fachen) des Produktdrucks und einem Minimum von 5 N/mm2 (bei gasförmigen Produkten 10 N/mm2). Bei Drücken über 50 bar (725 psi) mit dem 1.5 fachen (gasförmige Produkte mit dem 2 fachen) des Produktdrucks. Abdichtungen nach TA Luft oder ISO 15848 können Verpressdrücke bis 70 N/mm2 erfordern.

    Installation von Pumpenpackungen:

    Der Verpressdruck der Brille sollte gleichmäßig zwischen den Brillenbolzen aufgebracht werden und sicherstellen, dass die Ringe sich gesetzt haben sowie vollständig am Stopfbuchsgrund aufliegen und dort dichten. (Schritt A)

     

     

     

    Danach löst man die Brillenmuttern
    (Schritt B)

     

     

     

     

     

     

     

    um die Verspannung im Bereich der Brille zu senken und zieht sie danach nur fingerfest wieder an (Schritt C).

     

     

     

     

    Sollte ein Spülanschluss verwendet werden, muss der Wasserzulauf nun angestellt werden. Die Pumpe starten und für 20 Minuten laufen lassen bevor weitere Einstellungen vorgenommen werden. Wenn Sie die Brillenmuttern nachziehen, dann immer nur 1/6 Umdrehung und alle 10 Minuten, bis sich die gewünschte Leckage eingestellt hat (Schritt D).

    Niemals - die Brillenmuttern zu schnell zu fest anziehen. Wenn die Brille zu weit angezogen ist wird der Flüssigkeitsfilm zwischen Packung und Welle gestört und die Lebensdauer der Packung minimiert.

    Niemals – die Brillenmuttern unter Druck lösen, um Verbrennen der Packung zu verhindern!

    Durch den Produktdruck würden die Packungsringe am Stopfbuchsgrund abheben und unkontrollierbare Leckage tritt auf. Die Kräfte an der Brille würden bei erneutem Anziehen die Packungsringe niemals wieder fest gegen den Stopfbuchsgrund setzen, vielmehr wird die Packung durch diese Kräfte in Brillennähe überhitzen. Ebenso ist die korrekte Lage des Laternenrings damit betroffen und der Spülwasserfluss kann unterbrochen werden.